Alternativen zum Gold – sinnvolle Investition in Zeiten des fallenden Goldpreises

Ist das Gold noch sicher oder nicht? Während dem Edelmetall auch bei fallenden Preisen von mancher Seite die Treue gehalten wird, sehen Skeptiker das Ende einer Ära. Seit 2011 das Rekordhoch erreicht wurde, ist der Preis um ein Fünftel eingebrochen – auf 1575 Dollar je Feinunze. Analysten der Société Générale rechnen mit weiteren Einbußen. Da locken Alternativen.

Wenn das Betongold ruft

In deutschen Großstädten sind Wohnungen rar. Mieter klagen über die immer teurer werdenden Quadratmeter. Das macht Wohnraum zu einer scheinbar krisenfesten Anlagealternative. Vor allem in Eigenheime investieren die Deutschen inzwischen wieder gern, denn die Liegenschaften blieben ja bestehen und gewännen mit der Zeit an Wert.
Wurde die Immobilien-Branche hier nach der letzten Krise zu schnell gesund gesagt? Zu Bedenken ist der hohe Eigenkapitalanteil. Viel Geld in die Hand und sogar eine Kredit aufzunehmen, um es in teure Immobilien anzulegen, verspricht noch keine Krisensicherung oder gar steigende Werte. Die Instandhaltung, regelmäßige Reparaturen und ähnliches, schmälern Gewinne. Außerdem wird in Zukunft vermutlich wieder mehr gebaut werden, staatliche Investitionen in sozialen Wohnungsbau mal ausgeklammert, aber die Bevölkerung wächst nicht. Wer es dennoch als Gold-Ersatz in Erwägung zieht, sollte den Wert des konkreten Gebäudes genau abschätzen lassen, anhand von Zugänglichkeit, Nachbarschaft und Energieeffizienz. Es gibt hier eigentlich nicht „den“ Immobilien-Markt, sondern Straßen und einzelne Häuser. Manchmal schwanken schon hier die Preise dramatisch.

Lieber Aktie, aber breite Streuung

Wenn Gold sich nicht mehr auszahlt, denken die meisten Anleger zunächst an Unternehmensanteile, also Aktien. Dahinter stecken reale Werte und bei guter Wirtschaftslage Gewinne. Unternehmen, die auch in Krisenzeiten Gewinne verzeichnen und ihre Dividenden regelmäßig ausschütten (jährlich), sind dabei attraktiv. Neben Börsenriesen auch erfolgreiche „Nischenproduzenten“. Insbesondere Versicherer und Chemiekonzerne halten sich wacker. Anleger brauchen dennoch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität. Ohne professionelle Beratung, sprich neutrale Anlageberater, sollten sich Kleinanleger zunächst nicht an die Börse vagen. Diese reagieren, wenn es gilt Anlagen umzuschichten. Dabei sollten möglichst viele Aktien im Depot liegen, denn so vermindert sich das Risiko. Breite Streuung sollte bei Fonds genauso berücksichtigt werden. Jedoch sind möglichst viele Anlagevarianten zu nutzen. Das heißt ins Depot gehören Cash, Zertifikate und, ja, etwas Gold. Eine etwaige Richtlinie bei der Vermögensaufteilung sieht vor, dass die Hälfte in Unternehmensanleihen zu 25 Prozent fließt, Aktien etwa ein Drittel, zehn Prozent Zertifikate, fünf Prozent Goldanteil, zehn Prozent Tages- oder Festgeld. Letzteres hält Anleger flexibel.

Was bleibt, damit etwas bleibt

Die Investment-Branche treibt auf unruhigen Gewässern. Und viele Barren im Rumpf geben keine Garantie dafür, dass das Schiff nicht sinkt. Wer in Immobilien investiert, sollte ihren Wert gut einschätzen können und nicht auf versprochene Wertsteigerung vertrauen.

Ein durchdachter Anlagenmix dagegen schützt das Vermögen am besten. So lautet die Maxime, solange es der Euro-Zone wirtschaftlich nicht besser geht. Die besten Alternativen zu Goldanleihen, schließen Goldanleihen nicht aus.

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